Ein Mitarbeiter von Hammermeister bei Estricharbeiten

Estrich

Was beim Betreten eines Raumes schnell auffällt, ist der Bodenbelag. Darunter tut, unbeachtet von allen, der Estrich seine Arbeit. Welche Arten von Estrich gibt es? Was unterscheidet sie? Und was muss man beim Verlegen beachten? Hier gibt’s eine kleine Übersicht.

Definition: Was ist ein Estrich?

Um einen tragfähigen und robusten Bodenbelag verlegen zu können, braucht es auf dem eigentlich tragenden Untergrund eine weitere Schicht: den Estrich. Er gleicht Unebenheiten aus, isoliert Schall und Wärme, birgt Fußbodenheizungen und sorgt für eine ebene und robuste Fläche für den eigentlichen Bodenbelag.

Estriche gibt es in unterschiedlichen Formen und Materialien. Grob unterscheidet man zwischen Nassestrich, der zumeist aus mehreren Komponenten und Wasser besteht, nass aufgebracht wird und dann eine Weile zum Trocknen braucht – und Trockenestrich, der meist aus Platten besteht und sofort nach dem Einbau belegt werden kann.

Welche Arten von Estrich gibt es?

Im Laufe der Geschichte wurden verschiedene Arten von Estrichen entwickelt, und noch immer gibt es viele Innovationen in diesem Gebiet. Grundsätzlich kann man aber diese Arten von Estrichen unterscheiden:

1. Zementestrich

Der Zementestrich ist die häufigste Form. Er ist sehr widerstandsfähig und fest und eignet sich ideal für Bauprojekte im Innen- und Außenbereich, auch in feuchten Umgebungen.

2. Anhydritestrich

Anhydritestrich härtet schnell aus und leitet Wärme besonders gut, was ihn zu einer geeigneten Wahl macht für Fußbodenheizungen. In feuchten Umgebungen ist er allerdings weniger stabil und sollte dort nur mit Vorsicht verwendet werden.

3. Magnesitestrich

Magnesitestrich ist weniger verbreitet, was u.a. an den etwas spezielleren Verarbeitungstechniken liegt, die nötig sind, um ihn gut zu verlegen. Er reguliert aber Feuchtigkeit recht gut und eignet sich daher besonders für Wohnräume.

4. Kunststoffestrich

Kunststoffestrich ist ausgesprochen widerstandsfähig gegen Abrieb und Chemikalien. Deshalb wird er oft in Industriebauten oder Laboren verwendet, in denen spezielle Anforderungen im Bezug auf Hygiene, Reinigung und mechanische Belastung gestellt werden.

5. Trockenestrich

Trockenestrich besteht in der Regel aus Plattensystemen, die sehr einfach verlegt werden können und keine Trockenzeit benötigen. Sie eignen sich gut für Fußbodenheizungen, Renovierungen und Untergründe, die nur wenig Gewicht tragen können.

Unser Service für Sie

Bei der Verlegung von Estrich muss viel beachtet werden – und wer hier schlampt, riskiert Schäden am Haus, geringeren Wohnkomfort und eine höhere Schadensanfälligkeit beim Bodenbelag.

Deshalb unser Angebot: Lassen Sie sich beraten! Wir helfen Ihnen, den idealen Bodenaufbau für Ihr Projekt zu finden, von Neubau bis Renovierung. So haben Sie lange Freude an einem stabilen und hochwertigen Boden.

Was muss man bei der Verlegung von Estrich beachten?

Will man einen tragfähigen und lange haltbaren Estrich verlegen, muss man einige Dinge beachten:

  • Vorbereitung des Untergrunds: Der Untergrund für den Estrich muss trocken und sauber sein. Möglichst sollten auch alle Unebenheiten vor dem Verlegen des Estrichs beseitigt werden.
  • Auswahl: Bei der Auswahl des Estrichs müssen Sie neben Bauvorschriften, Tragfähigkeit des Untergrunds, Aufbauhöhe und der Eignung für den gewünschten Bodenbelag auch die die jeweiligen Vor- und Nachteile beachten, die die einzelnen Arten von Estrich haben.
  • Mischung: Die meisten Arten von Estrich bestehen aus verschiedenen Komponenten, die vor der Verlegung angemischt werden müssen. Hier muss man peinlich genau auf die Anleitung und das korrekte Verhältnis von Bindemittel, Zuschlägen und Wasser achten, sonst leidet die Qualität.
  • Verlegung: Bei der Verlegung von Estrich sollte man auf die korrekte Dicke und die richtigen Umweltverhältnisse achten. Insbesondere haben Estriche ein Temperaturfenster, das oft etwa zwischen 5° und 30°C liegt. Ist es auf der Baustelle zu warm oder zu kalt, kann das den Estrich beschädigen. Dehnungsfugen sorgen dafür, dass der Estrich auch bei größeren Temperaturschwankungen nicht reißt.
  • Aushärtung: Flüssigestrich muss aushärten. Wie lange das dauert, ist von der Art des Estrich abhängig und kann der Anleitung entnommen werden. Sie sollten darauf achten, dass der Estrich während der Aushärtung keiner Nässe oder extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.
  • Nachbearbeitung: Der Bodenbelag kann erst nach der Aushärtung des Estrich verlegt werden. Vor der Verlegung sollte man den neuen Estrich reinigen und auf Beschädigungen überprüfen.

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